Erfahren Sie, wie Sie Prozessor, RAM, Grafikkarte und Festplatten unter Windows 10 und 11 ohne Zusatzprogramme anzeigen können. Nutzen Sie integrierte Tools wie Einstellungen, Task-Manager, msinfo32 und dxdiag, um alle wichtigen Systeminformationen schnell abzurufen. Die Anleitung gilt sowohl für Desktop-PCs als auch für Laptops.
PC-Spezifikationen unter Windows 10 und 11 anzeigen ist ganz einfach - zusätzliche Programme sind dafür nicht nötig. Windows 10 und 11 bieten bereits integrierte Tools, mit denen Sie den Prozessor, den Arbeitsspeicher, die Grafikkarte, den Festplattentyp und weitere wichtige Systeminformationen abrufen können.
Der einfachste Weg führt über die Systeminformationen in den Windows-Einstellungen. Wer detailliertere Hardware-Angaben benötigt, kann den Task-Manager, eingebaute Systemtools oder das DirectX-Diagnoseprogramm nutzen. Diese Methoden funktionieren auf Desktop-PCs und Laptops gleichermaßen.
Am bequemsten lassen sich die grundlegenden PC-Eigenschaften im Abschnitt "Info" der Einstellungen anzeigen. Hier sehen Sie Prozessor, RAM und Angaben zum Betriebssystem auf einen Blick.
Diese Angaben reichen oft aus, um die wichtigsten Systemparameter vor der Installation einer Software oder eines Spiels zu prüfen. Angaben zur Grafikkarte, detaillierten RAM-Daten oder zum Festplattentyp finden Sie hier jedoch nicht - dafür sind andere Windows-Tools nötig.
Mit dem Task-Manager lassen sich die wichtigsten Hardware-Komponenten ohne zusätzliche Programme überprüfen. Neben den Gerätebezeichnungen werden auch aktuelle Auslastung, Taktfrequenzen und Speicherverbrauch angezeigt.
In Windows 11 befindet sich "Leistung" im Seitenmenü, in Windows 10 oben im Fenster.
Im Bereich CPU wird oben das genaue Modell angezeigt, z.B. Intel Core i5-13400F oder AMD Ryzen 5 5600.
Anzahl der Kerne und Taktfrequenz geben Hinweise auf die Leistungsfähigkeit der CPU. Entscheidend sind jedoch auch Architektur, Cache und Besonderheiten des jeweiligen Modells. Mehr dazu lesen Sie im Beitrag Warum Gigahertz kein Maßstab mehr ist: So bestimmt sich echte Prozessorleistung heute.
Im Abschnitt GPU wird das Modell der installierten Grafikkarte angezeigt. Bei Rechnern mit integrierter und dedizierter Grafik sehen Sie ggf. "GPU 0" und "GPU 1" separat.
Hinweis: Der gemeinsame GPU-Speicher ist nicht identisch mit dem dedizierten VRAM der Grafikkarte. Dedizierte Karten mit z.B. 8 GB VRAM können zusätzlich einen Teil des System-RAM nutzen.
Im Bereich Arbeitsspeicher sehen Sie oben die installierte RAM-Kapazität sowie weitere Details:
Der Task-Manager eignet sich gut zur schnellen Hardware-Prüfung, liefert aber nicht immer exakte Angaben zu RAM-Modellen, Mainboard und weiteren Details.
Das integrierte Tool Systeminformationen (msinfo32) bietet umfassende Details zu Hardware und Windows-Konfiguration, etwa Mainboard-Modell, BIOS-Version oder genaue CPU-Bezeichnung.
Für Angaben zur Grafikkarte öffnen Sie Komponenten → Anzeige, dort finden Sie Name des Adapters, Treiberinfos und weitere Grafikdaten. Unter Komponenten → Speicher → Laufwerke erhalten Sie Infos zu installierten Datenträgern, deren Modelle und Kapazität.
Hinweis: Auf manchen Notebooks und Komplettsystemen wird statt des exakten Mainboard-Modells nur der Hersteller oder Gerätename angezeigt - das hängt von den Firmware-Angaben des Herstellers ab.
Das DirectX-Diagnosetool ist ein weiteres integriertes Windows-Werkzeug zur Prüfung der Grafikkarte, der Treiber und der unterstützten Grafikfunktionen.
Im Tab System werden Windows-Version, Prozessor, RAM und installierte DirectX-Version angezeigt.
Wechseln Sie zum Tab Anzeige:
Bei mehreren Grafikadaptern gibt es zusätzliche Tabs "Anzeige" oder "Render". Im Tab Sound finden Sie Informationen zu Audiogeräten und Treibern.
Das dxdiag-Tool ist besonders hilfreich, um die Grafikkarte und DirectX-Unterstützung vor dem Start eines Spiels zu prüfen. Beachten Sie jedoch: Die installierte DirectX-Version allein garantiert nicht, dass die Grafikkarte alle Features unterstützt.
Welcher Datenträger im Computer verbaut ist, können Sie ebenfalls über den Task-Manager prüfen. So sehen Sie Modell, Kapazität und Typ (SSD oder HDD) des Laufwerks.
Wie viel freier Speicherplatz verbleibt, sehen Sie im Datei-Explorer → Dieser PC. Unter jedem logischen Laufwerk wird der verfügbare Speicherplatz angezeigt.
Beachten Sie den Unterschied zwischen physischen und logischen Laufwerken: Die Partitionen C: und D: können auf einer einzigen SSD liegen - das bedeutet nicht, dass zwei separate Laufwerke verbaut sind.
Die wichtigsten PC-Spezifikationen lassen sich unter Windows 10 und 11 ohne Zusatzprogramme anzeigen. Für eine schnelle Übersicht über Prozessor und RAM genügt der Bereich "Info", während der Task-Manager zusätzliche Daten zu Grafikkarte, Laufwerken und Auslastung liefert.
Für Mainboard-Modell oder BIOS-Version nutzen Sie msinfo32, Grafikkarte und DirectX lassen sich mit dxdiag prüfen. Am effizientesten ist meist der Task-Manager, da er die meisten zentralen Merkmale kompakt in einem Fenster darstellt. Für detaillierte Infos stehen Ihnen weitere Windows-Tools zur Verfügung.