Startseite/Software/Die besten TeamViewer-Alternativen: Remote-Desktop-Programme im Vergleich
Software

Die besten TeamViewer-Alternativen: Remote-Desktop-Programme im Vergleich

Entdecken Sie die besten Remote-Desktop-Programme als Alternativen zu TeamViewer. Der Artikel vergleicht Funktionen, Kosten, Plattformunterstützung und Sicherheit, damit Sie die passende Lösung für privaten oder professionellen Fernzugriff finden. Inklusive Tipps zu kostenlosen Tools, Server-Optionen und wichtigen Sicherheitsmaßnahmen.

17. Sept. 2026
12 Min
Die besten TeamViewer-Alternativen: Remote-Desktop-Programme im Vergleich

Remote-Desktop-Programme ermöglichen es, einen Computer aus der Ferne über das Internet zu steuern - fast so, als würde man direkt davor sitzen. Sie können Programme starten, mit Dateien arbeiten, Einstellungen ändern oder jemandem bei Problemen helfen, selbst wenn Sie sich in einer anderen Stadt oder einem anderen Land befinden.

TeamViewer galt lange als eines der bekanntesten Tools für diese Aufgaben, ist aber längst nicht die einzige Option. Heute unterscheiden sich Remote-Desktop-Programme in ihren kostenlosen Nutzungsmöglichkeiten, unterstützten Plattformen, Zusatzfunktionen und Verbindungsarten. Manche eignen sich für gelegentliche Hilfestellungen bei Verwandten, andere für den dauerhaften Zugriff auf den eigenen PC, und einige ermöglichen sogar den Aufbau eines eigenen Servers, sodass Sie unabhängig von externen Diensten bleiben.

Welche Remote-Desktop-Programme sind empfehlenswert?

Bei der Auswahl einer Remote-Desktop-Software sollten Sie nicht nur auf Bildqualität oder Verbindungsgeschwindigkeit achten. Für den Dauereinsatz sind Funktionen wie automatische Verbindungen ohne Bestätigung, Dateiübertragung, Multi-Monitor-Unterstützung und Kompatibilität mit verschiedenen Betriebssystemen wichtig.

Ebenso relevant sind die Bedingungen der kostenlosen Version. Manche Programme werben mit kostenloser Nutzung, beschränken aber kommerzielle Nutzung, die Anzahl der Geräte oder bestimmte Funktionen. Einen "Alleskönner" für jeden Einsatzzweck gibt es deshalb nicht.

AnyDesk

AnyDesk-Logo und Benutzeroberfläche

AnyDesk zählt zu den bekanntesten TeamViewer-Alternativen. Die Software ist für Windows, macOS, Linux, Android, iOS, ChromeOS und weitere Plattformen verfügbar.

Die Verbindung ist denkbar einfach: AnyDesk auf beiden Geräten starten und die Adresse des entfernten Computers eingeben. Das ist besonders praktisch für einmalige technische Hilfe, da der Nutzer auf der Gegenseite keine komplizierten Netzwerkeinstellungen vornehmen oder IP-Adressen suchen muss.

Für private, nicht-kommerzielle Zwecke ist AnyDesk kostenlos nutzbar. Das Unternehmen unterscheidet dabei aber klar zwischen privater und professioneller Anwendung: Wer AnyDesk für berufliche Arbeit, bezahlten Support oder den Zugriff auf den Arbeitsrechner nutzt, benötigt eine kommerzielle Lizenz.

AnyDesk eignet sich daher bestens für gelegentliche Zugriffe auf den eigenen Heim-PC oder um Freunden und Verwandten zu helfen. Für regelmäßige Fernarbeit sollten Sie die Einschränkungen des kostenlosen Tarifs jedoch beachten.

RustDesk

RustDesk-Logo und Beispiel für die Benutzeroberfläche

RustDesk hebt sich von vielen anderen Remote-Desktop-Programmen ab, da Sie die Infrastruktur offen nutzen und sogar einen eigenen Server einrichten können. Clients gibt es für Windows, macOS, Linux, Android, iOS und als Web-Oberfläche.

Normale Anwender müssen nicht sofort einen eigenen Server aufsetzen: RustDesk kann auch wie klassische Fernwartungssoftware genutzt werden. Die Option für Self-Hosting ist jedoch vor allem für Nutzer attraktiv, die maximale Kontrolle über ihre Infrastruktur wünschen.

Mit dem kostenlosen RustDesk Server OSS können Sie eigenständig einen Identifikations- und Relay-Server betreiben. Geräte verbinden sich, wenn möglich, direkt miteinander; andernfalls läuft der Datenverkehr über den Relay-Server - der dann aber unter Ihrer Kontrolle steht.

Dieser Ansatz erfordert mehr technisches Know-how als die Installation von TeamViewer oder AnyDesk: Sie müssen Server, Netzwerk und Clients einrichten und die Infrastruktur eigenständig warten. Dafür ist RustDesk eine interessante Option für einen Heimserver, kleine Unternehmen oder Nutzer, denen die Selbstverwaltung wichtig ist.

Chrome Remote Desktop

Chrome Remote Desktop in Aktion auf mehreren Geräten

Chrome Remote Desktop von Google setzt auf maximale Einfachheit. Damit können Sie von einem anderen PC, Smartphone oder Tablet auf den eigenen Rechner zugreifen - oder vorübergehend jemand anderem den Bildschirm zur Fernhilfe freigeben.

Der größte Vorteil: Es gibt kaum Einstellungen. Nutzer müssen sich nicht mit Ports oder Netzwerken beschäftigen, die Verbindung läuft einfach über das eigene Google-Konto.

Chrome Remote Desktop eignet sich gut, wenn Sie unterwegs per Laptop auf wichtige Dateien oder Programme zu Hause zugreifen möchten. Auch für Gelegenheitsnutzer ist es praktisch, da keine komplexe Systeminstallation nötig ist.

Professionelle Verwaltungstools sind im Vergleich zu Speziallösungen allerdings eingeschränkt. Wer viele Rechner betreuen oder komplexe Unternehmensinfrastrukturen verwalten muss, benötigt meist leistungsfähigere Programme.

Windows Remote Desktop

Windows bietet mit Remote Desktop (RDP) bereits eine integrierte Remote-Lösung. Damit erhalten Sie Zugriff auf Programme, Dateien und den Desktop eines entfernten Rechners.

Das Hauptunterscheidungsmerkmal zu TeamViewer & Co.: Auf unterstützten Windows-Versionen muss keine zusätzliche Empfangssoftware installiert werden - die Funktion wird einfach in den Systemeinstellungen aktiviert.

Ein wichtiges Limit: Der Zielrechner muss Windows Professional, Enterprise, Education oder Windows Server einsetzen. Windows Home kann nur als Client, nicht als Host dienen.

Im lokalen Netzwerk ist Remote Desktop besonders praktisch für die Verwaltung weiterer PCs oder Server. Für den Zugriff über das Internet sind jedoch erweiterte Netzwerk- und Sicherheitskonfigurationen nötig - RDP ist daher nicht für jeden Anwender ein vollwertiger TeamViewer-Ersatz.

Weitere TeamViewer-Alternativen

Neben AnyDesk, RustDesk und den Windows-Bordmitteln gibt es weniger bekannte Remote-Desktop-Programme. Manche punkten mit großzügigen Gratisbedingungen, andere sind auf regelmäßige Verbindungen ausgelegt.

Remote Utilities

Remote Utilities Verbindungsübersicht

Remote Utilities ermöglicht die Steuerung von Geräten über das Internet oder im lokalen Netzwerk. Die kostenlose Lizenz ist auf einen Nutzer und maximal zehn entfernte Computer ausgelegt - und darf sogar kommerziell eingesetzt werden.

Damit ist Remote Utilities eine interessante Wahl für kleine Firmen, Heimlabore oder Systemadministratoren. Die Software bietet eine Adressbuchfunktion für Geräte und dauerhafte Zugriffsoptionen, wirkt aber im Vergleich zu AnyDesk oder Chrome Remote Desktop etwas komplexer in der Ersteinrichtung.

DWService

DWService Agent auf einem Computerbildschirm

DWService funktioniert etwas anders: Auf dem Zielrechner wird ein kleiner Agent installiert, anschließend erfolgt der Zugriff einfach per Browser. Für die Steuerung ist kein vollwertiger Client erforderlich.

Alle Basisfunktionen sind für Privatpersonen und Unternehmen kostenlos nutzbar. Die wichtigste Einschränkung im Gratis-Modus ist die Bandbreite von maximal 6 Mbit/s. Der DWService-Agent ist quelloffen.

Das ist ideal für gelegentliche Fernzugriffe, besonders wenn Sie möglichst flexibel von jedem beliebigen Computer per Browser zugreifen möchten.

Splashtop

Splashtop Remote-Desktop-Software im Einsatz

Splashtop ist auf professionelle und dauerhafte Fernarbeit ausgelegt. In den kostenpflichtigen Grundtarifen gibt es unbeaufsichtigten Zugriff, Dateiübertragung und Fern-Druck. In teureren Varianten kommen Multi-Monitor-Unterstützung, Sitzungsaufzeichnung und Benutzerrechteverwaltung hinzu.

Splashtop bietet eine kostenlose Personal-Version, diese ist jedoch vor allem für Verbindungen im heimischen WLAN gedacht. Für Internetzugriffe oder regelmäßige Fernarbeit benötigen Sie einen passenden kostenpflichtigen Tarif.

Vergleich der besten Remote-Desktop-Programme

Die Basisfunktionen heutiger Lösungen ähneln sich: Fast alle ermöglichen die Anzeige und Steuerung des entfernten Desktops per Tastatur und Maus. Unterschiede treten auf, sobald es um dauerhaften Zugriff, mehrere Geräte, Dateiübertragung oder professionelle Nutzung geht.

ProgrammKostenlose NutzungDauerhafter ZugriffDateiübertragungHauptszenario
AnyDeskFür private NutzungJaJaHeimzugriff & Fernhilfe
RustDeskJaJaJaKostenlos & eigener Server
Chrome Remote DesktopJaJaEingeschränktEinfacher Zugriff auf eigenen PC
Windows Remote DesktopIn passenden Windows-Versionen integriertJaJaWindows-Computer & Server
Remote UtilitiesBis 10 Geräte pro NutzerJaJaVerwaltung mehrerer PCs
DWServiceJa, mit BandbreitenlimitJaJaZugriff via Browser
SplashtopVollwertiger Internetzugang meist kostenpflichtigJaJaRegelmäßige Fernarbeit

Kostenlose Nutzung & Einschränkungen

Wer kostenlose Remote-Desktop-Software sucht, sollte die Lizenzbedingungen genau prüfen. Beispielsweise ist AnyDesk ausschließlich für private Nutzung gratis, während Remote Utilities einem Nutzer sogar für kommerzielle Zwecke bis zu zehn Geräte kostenlos erlaubt.

RustDesk überzeugt durch Unabhängigkeit von klassischen Cloud-Modellen: Wer möchte, installiert einen eigenen Server. Das erfordert Mehraufwand, ermöglicht aber volle Kontrolle über die Verbindung.

Auch DWService kann kostenfrei in Unternehmen genutzt werden, allerdings gibt es hier das erwähnte Bandbreitenlimit. Für normales IT-Management genügt das meist, bei grafikintensiven Aufgaben oder Videostreaming fällt die Grenze spürbarer ins Gewicht.

Chrome Remote Desktop bleibt eine der einfachsten Lösungen für Gelegenheitsnutzer. Google unterstützt Windows, macOS und Linux; der Zugriff ist auch per Smartphone möglich.

Plattformunterstützung: Windows, macOS, Linux, Android & iOS

Wer ausschließlich mit Windows arbeitet, hat die größte Auswahl: Neben Drittanbietertools steht auch der integrierte Remote Desktop zur Verfügung.

Für den Zugriff zwischen verschiedenen Betriebssystemen sind Lösungen mit multiplattformfähigen Clients am praktischsten. AnyDesk, RustDesk und Chrome Remote Desktop ermöglichen Verbindungen zwischen Computern und Mobilgeräten ohne Windows-Zwang.

Auch Remote Utilities bietet Viewer für Windows, macOS, Linux, Android und iOS. Allerdings werden einige Clients für macOS und Linux separat vom Windows-Hauptprodukt weiterentwickelt - prüfen Sie vor dem Einsatz, ob alle benötigten Funktionen auf Ihrer Plattform verfügbar sind.

Dateiübertragung und Zusatzfunktionen

Für gelegentliche Verbindungen genügt meist die Steuerung des Bildschirms. Bei regelmäßiger Nutzung steigen die Ansprüche: Sie müssen Dokumente übertragen, mehrere Monitore nutzen, entfernte Rechner neu starten und sich ohne Bestätigung wieder verbinden können.

Solche Features bieten die meisten Spezialprogramme, jedoch teils abhängig vom Tarif. Splashtop etwa erlaubt Dateiübertragungen schon im Basistarif, Multi-Monitor-Unterstützung gibt es jedoch erst in höheren Paketen.

Vergleichen Sie Remote-Desktop-Programme daher nicht nur anhand der Verbindungsgeschwindigkeit. Für private Nutzung sind Einfachheit und Gratistarif wichtiger, für professionelle Zwecke zählen unbeaufsichtigter Zugriff, Stabilität, Multi-Device-Support und Admin-Tools.

Welche Remote-Desktop-Software passt zu Ihnen?

Die richtige Wahl hängt davon ab, wie oft und auf welche Geräte Sie zugreifen wollen. Für den Heim-PC benötigt man andere Funktionen als für den Support von Dutzenden Arbeitscomputern. Die Option, einen eigenen Server zu betreiben, ist nicht für jeden relevant.

Für einfachen Heimzugriff

Wer gelegentlich Dateien öffnen oder Programme auf dem heimischen PC starten will, ist mit Chrome Remote Desktop bestens bedient. Nach der Ersteinrichtung erscheint der Rechner in der Geräteliste, die Verbindung erfolgt per PIN. Google unterstützt Windows, macOS und Linux; der Zugriff ist auch via Smartphone möglich.

Diese Lösung empfiehlt sich für Anwender, die keine umfangreichen Admin-Tools benötigen. Sie müssen sich nicht mit IP-Adressen beschäftigen oder Ports am Router freischalten - Google übernimmt die Verbindung.

Für Windows-PCs bietet sich auch der integrierte Remote Desktop an, vor allem im Heim- oder Firmennetz. Als Host funktioniert jedoch nur Windows Professional, Enterprise, Education oder Server; Windows Home kann nur als Client genutzt werden.

Für kostenlosen Fernzugriff

Wer einen kostenlosen TeamViewer-Ersatz sucht, sollte zuerst klären, ob die Software nur privat oder auch beruflich genutzt wird.

AnyDesk ist für private Szenarien wie den Zugriff auf Heimgeräte oder Unterstützung von Familie und Freunden gratis. Für berufliche Aufgaben, IT-Support oder den Zugriff auf Arbeitsgeräte ist eine Lizenz erforderlich.

Für private Zwecke punktet AnyDesk mit einfacher Bedienung. Wer hingegen einen kostenlosen Dienst mit voller Kontrolle über den Server sucht, für den ist RustDesk besonders interessant. Der Client ist Open Source, mit dem kostenlosen RustDesk Server OSS können Sie eigene ID- und Relay-Services einrichten.

Beim Vergleich kostenloser Programme zählen die Lizenzbedingungen mehr als das "Free"-Label. Einschränkungen betreffen oft kommerzielle Nutzung, Geräteanzahl, Sitzungsdauer oder Zusatzfunktionen.

Für professionelle Nutzung & IT-Support

Regelmäßige Fernarbeit stellt höhere Ansprüche: Dauerzugriff ohne Bestätigung, Dateiübertragung, übersichtliche Gerätelisten und schnelle Wiederverbindung nach einem Neustart sind gefragt.

Hier lohnen sich professionelle Tarife von AnyDesk, Splashtop und anderen Spezialanbietern. AnyDesk etwa trennt klar zwischen Gratis-Privatnutzung und professionellen Anwendungen; erweiterte Admin-Funktionen gibt es nur in den kostenpflichtigen Versionen.

Für kleinere Infrastrukturen ist auch Remote Utilities eine gute Wahl, etwa für Systemadministratoren mit mehreren festen Rechnern. In größeren Unternehmen sind zentrale Geräteverwaltung, Nutzerrechte, Verbindungsprotokolle und schnelle Zugangsentziehung besonders wichtig.

Für einen eigenen Server

Wer nicht von der Infrastruktur eines Anbieters abhängig sein will, findet mit RustDesk die flexibelste Lösung. Der kostenlose Server OSS lässt sich auf dem eigenen Server oder einer VM installieren. Der Server besteht aus hbbs (Identifikation & Verbindungsaufbau) und hbbr (Relay bei fehlender Direktverbindung).

Für die meisten Setups empfehlen die Entwickler Docker, da dies Updates und Backups vereinfacht. Die gesamte Server- und Netzwerkinfrastruktur müssen Sie dann allerdings selbst verwalten und absichern.

Ein eigener Server lohnt sich besonders für Heimlabore, kleine Firmen oder Nutzer mit hohen Sicherheitsansprüchen. Für den einfachen Heimzugriff reicht jedoch meist Chrome Remote Desktop, AnyDesk oder ein ähnlicher Dienst mit weniger Konfigurationsaufwand.

Soll der Computer die meiste Zeit ausgeschaltet bleiben, lässt er sich per Netzwerk vor dem Fernzugriff einschalten. Hierfür wird die Wake-on-LAN-Technologie genutzt - eine detaillierte Anleitung finden Sie im Beitrag PC per Netzwerk einschalten: Wake-on-LAN Schritt-für-Schritt erklärt.

Sicherheit beim Remote-Zugriff

Fernzugriffsprogramme erlauben die Steuerung des Computers aus der Distanz - deren Sicherheit sollte daher genauso ernst genommen werden wie die des eigentlichen Windows- oder macOS-Accounts. Besonders kritisch ist das bei aktiviertem Dauerzugriff, wenn Verbindungen ohne Bestätigung möglich sind.

Tools wie AnyDesk oder RustDesk machen einen Rechner nicht automatisch unsicher. Die größten Risiken entstehen durch schwache Passwörter, falsch gesetzte Rechte oder Social Engineering. Behörden wie CISA und NSA empfehlen daher: Nutzen Sie Multi-Faktor-Authentifizierung, das Prinzip minimaler Rechte und behalten Sie den Überblick, welche Fernwartungstools installiert sind.

Dauerpasswort & Zwei-Faktor-Authentifizierung

Wenn unbeaufsichtigter Zugriff möglich ist, sollten Sie niemals ein einfaches oder mehrfach genutztes Passwort verwenden. Bei kompromittierten Dauerpasswörtern erhalten Angreifer sofortigen Zugang.

Wo möglich, aktivieren Sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung. AnyDesk etwa schützt den unbeaufsichtigten Zugriff durch einen zusätzlichen Einmalcode aus einer Authenticator-App. Selbst bei bekanntem Dauerpasswort ist dann ein zweiter Faktor nötig.

Vermeiden Sie automatische Logins auf fremden oder öffentlichen Computern. Das steuernde Gerät sollte immer durch Passwort, Bildschirmsperre und aktuelle Systemupdates geschützt sein.

Wem Sie keinen Verbindungs-Code geben sollten

Remote-Desktop-Programme werden nicht nur von Admins, sondern auch von Betrügern genutzt. Oft geben sich Täter als Bankmitarbeiter, Support oder Telekom aus und bitten um Installation von AnyDesk, TeamViewer oder Ähnlichem - danach fordern sie den Verbindungs-Code oder die Bestätigung einer Sitzung.

Wenn Sie einen Anruf von Unbekannten erhalten, die Zugriff auf Ihren Computer verlangen, gewähren Sie diesen auf keinen Fall. Besonders gefährlich ist es, während einer solchen Sitzung Online-Banking zu öffnen oder Passwörter, TANs oder Kartendaten einzugeben.

Für gelegentliche Hilfe sollte der Zugriff nur vertrauten Experten gewährt und der Sitzungsbeginn aktiv bestätigt werden. Nach Abschluss empfiehlt es sich, die Verbindung zu trennen und nicht mehr benötigte Dauereinstellungen zu entfernen.

Wann Sie den Dauerzugriff besser deaktivieren

Unbeaufsichtigter Zugriff ist für den eigenen Heim-PC oder Server praktisch, wenn Sie regelmäßig darauf zugreifen. Wird Fernwartung jedoch nur selten benötigt, sollte diese Funktion nicht dauerhaft aktiv sein.

Nach einmaliger Hilfe empfiehlt es sich, die Liste der Fernwartungstools zu prüfen und zu entfernen, was nicht mehr benötigt wird. CISA rät Unternehmen zudem, eine Inventarliste installierter Fernwartungslösungen zu führen und deren Konfiguration regelmäßig zu überprüfen, denn legitime RMM-Tools werden auch von Angreifern missbraucht.

Wenn Dauerzugriff dennoch gewünscht ist, sollten Sie die Rechte des entfernten Nutzers einschränken, Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren und die Clientsoftware regelmäßig aktualisieren. Bei AnyDesk etwa macht eine Passwortänderung für den unbeaufsichtigten Zugriff alle alten Autorisierungstoken ungültig - hilfreich nach Geräteverlust oder -wechsel.

Fazit

Fernzugriffe lassen sich heute problemlos ohne TeamViewer realisieren. Für den einfachen Heimzugriff ist Chrome Remote Desktop ideal, AnyDesk punktet bei spontaner Hilfe und privater Nutzung, und RustDesk ist für Nutzer mit Open-Source-Vorlieben und Serverkontrolle interessant.

Wer eine Remote-Desktop-Software beruflich einsetzt, sollte nicht nur auf kostenlose Versionen achten, sondern auch auf die Bedingungen für kommerzielle Nutzung, Dauerzugriff, Dateiübertragung, Geräteverwaltung und Admin-Tools. Für kleine Infrastrukturen sind auch Remote Utilities und DWService empfehlenswert, während Splashtop vor allem professionelle Anwender anspricht.

Wichtig ist die Auswahl nach Ihrem eigenen Bedarf: Für seltene Verbindungen ist keine umfassende Infrastruktur nötig, für dauerhaftes Remote-Management sollten Sie auf Zwei-Faktor-Authentifizierung, sichere Passwörter und Zugriffskontrolle achten.

Tags:

remote-desktop
teamviewer-alternativen
fernzugriff
sicherheit
anydesk
rustdesk
chrome-remote-desktop
software-vergleich

Ähnliche Artikel